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Online-Communities im Web 2.0

eBook - Eine ordnungsökonomische Analyse von Kooperations- und Wissensproblemen
ISBN/EAN: 9783836606059
Umbreit-Nr.: 1749837

Sprache: Deutsch
Umfang: 90 S., 0.79 MB
Format in cm:
Einband: Keine Angabe

Erschienen am 17.10.2007
Auflage: 1/2007


E-Book
Format: PDF
DRM: Nicht vorhanden
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  • Zusatztext
    • Inhaltsangabe:Einleitung:Wohl kaum ein anderes soziales Phänomen entwickelt sich momentan derart schnell und dynamisch wie Online-Communities. Die Entwicklung des World Wide Web und dessen Wahrnehmung in Wirtschaft und der breiten Öffentlichkeit begann zunächst zaghaft mit der Entwicklung einer benutzerfreundlichen Oberfläche Anfang der 1990er Jahre. Erste grafikfähige Webbrowser sorgten dafür, dass nunmehr auch technische Laien Zugang zur Nutzung von Internet-Diensten hatten. Dies wiederum hatte zur Folge, dass eine immer größer werdende Zahl von Unternehmen das kommerzielle Nutzungspotential dieses neuen Mediums erkannte. Ab etwa 1995 gab es brachenübergreifend eine Vielzahl an Firmengründungen, die sich auf das Angebot digitaler Güter und Dienstleistungen spezialisiert hatten– die„New Economy“ war geboren. Eine nahezu grenzenlose Euphorie ermöglichte den neu gegründeten Unternehmen eine schnelle und vergleichsweise einfache Beschaffung von Eigenkapital an den nationalen und internationalen Kapitalmärkten. Da die teils sehr hohen Börsenkapitalisierungen dieser Internet-Unternehmen in den wenigsten Fällen durch entsprechend realistisch kalkulierte Unternehmenswerte gerechtfertigt waren, kam es im März 2000 zu Kursstürzen, welche die Spekulationsblase platzen ließen und eine Pleitewelle bei den Internetunternehmen zur Folge hatte. Trotzdem hat sich das World Wide Web (WWW) seit jenem Crash kontinuierlich weiterentwickelt. Resultat dieser Entwicklung ist eine seit etwa 2005 veränderte Wahrnehmung des WWW, welche mit dem Begriff„Web 2.0“ auch einen Namen bekommen hat. Kern dieser neuen Wahrnehmung des Internet ist vor allem die Tatsache, dass Internet-Nutzer nicht mehr nur Information und Unterhaltung in Form von in Browsern optisch und akustisch dargestellten Binärdaten konsumieren, sondern nun aktiv diese Inhalte mitgestalten und sich einbringen können. Besonders Anwendungen wie Internetforen, Weblogs, Wikis und webbasierte soziale Netwerke treiben die Entwicklung von„user generated contents“ weiter voran. Ermöglicht haben diese Entwicklung vor allem die großen Fortschritte in der Breitbandtechnologie und der damit verbundene schnelle Datentransfer, die deutliche Senkung der Kosten für solche Online-Verbindungen durch Flatrates, eine Peer-to-Peer-Vernetzung von Computern sowie neue, schnelle Datenbank-Server und Netzdienste. Dies alles ermöglicht es, immer weitere Nutzerschichten zu erschließen.Bei aller Euphorie über diese Entwicklung []
  • Kurztext
    • Wohl kaum ein anderes soziales Phanomen entwickelt sich momentan derart schnell und dynamisch wie Online-Communities im Web 2.0. Bei aller Euphorie ber diese Entwicklung melden sich jedoch auch vermehrt kritische Stimmen zu Wort und sprechen in Anlehnung an die Spekulationsblase der New Economy bereits von einer Bubble 2.0&quote;. Der Verkauf des Video-Portals YouTube an Google fr 1,65 Milliarden US-Dollar im Oktober 2006 oder der Verkauf von StudiVZ an die Holtzbrinck-Gruppe fr 100 Millionen Euro im Januar 2007 sind nur zwei von vielen Beispielen, wie Unternehmen und Investoren erneut von der Sorge getrieben werden, den Anschluss an potentielle Trends zu verpassen und interessante Projekte der Konkurrenz berlassen zu mssen. Ob das Web 2.0 ein Erfolgsmodell oder doch nur ein Hype mit absehbarem Ende ist, lsst sich aus heutiger Sicht schwer beurteilen. Was man aber durchaus beurteilen und beantworten kann ist die Frage, ob oder wie im Web 2.0 die elementaren Kernprobleme kollektiven Handelns gelst werden. Hieraus lsst sich letzlich ein Urteil ber die Nachhaltigkeit von Web 2.0-Geschftsmodellen ableiten. Wie ist es mglich, eigeninteressierte Menschen zum freiwilligen Austausch von privatem Wissen in Internetforen und Weblogs zu bewegen? Und auf welche Weise wird in Communities wie Wikipedia neues Wissen hervorgebracht und genutzt? Dieses Buch wird sich diesen Fragen und dem Phnomen der Online-Communities im Web 2.0 von der ordnungskonomischen Seite her nhern und bei der spietheorethischen Modellierung Aspekte aus Soziologie und Psychologie aufgreifen.
  • Autorenportrait
    • Sebastian Hanke, Dipl.-Volkswirt, geb. 1980, studierte Wirtschaftswissenschaften in Freiburg und Basel. Während des Studiums selbstständige unternehmerische Tätigkeit im Bereich Marketing. Diverse Praktika und Werkstudent bei Ernst&Young. 2007 Diplomarbeit in Freiburg. Derzeit bei der HypoVereinsbank AG als Vorstandsassistent im Bereich Immobilien tätig.