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Ein Freund wie kein anderer

ISBN/EAN: 9783522184571
Umbreit-Nr.: 3022844

Sprache: Deutsch
Umfang: 128 S.
Format in cm: 1.5 x 24.5 x 17.5
Einband: gebundenes Buch
Lesealter: 6-99 J.

Erschienen am 13.02.2018
€ 14,00
(inklusive MwSt.)
Lieferbar
  • Zusatztext
    • Außergewöhnliche Freundschaftsgeschichte zwischen einem Erdhörnchen und einem Wolf. Für Jungen und Mädchen ab 6. Erdhörnchen Habbi ist mit einem Wolf zusammengeprallt, dem größten Feind der Erdhörnchen! Doch statt sich auf ihn zu stürzen, blinzelt der Wolf ihn nur kraftlos an. Er scheint schwer verletzt zu sein. Wie könnte Habbi ihn da einfach allein lassen? Täglich versorgt er ihn mit Futter und nach und nach freunden die beiden sich an. Bis ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird.
  • Kurztext
    • Begeistert hüpft Habbi durch den Wald und stopft Schätze in seine Backentaschen: ein Schneckenhaus, eine Vogelfeder, einen Libellenflügel. Plötzlich prallt er mit einem Wolf zusammen, dem größten Feind der Erdhörnchen. Doch statt sich auf ihn zu stürzen, blinzelt der Wolf ihn nur kraftlos an. Er scheint schwer verletzt zu sein. Wie könnte Habbi ihn da einfach allein lassen? Täglich versorgt er ihn mit Futter und nach und nach freunden die beiden sich an. Bis ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird. "Oliver Scherz erzählt hinreißend genau aus der Kinderperspektive, mit abgründigem Witz und berührenden Einsichten, wunderbar zum Vorlesen und Nachdenken." Neue Zürcher Zeitung
  • Autorenportrait
    • Oliver Scherz, geboren 1974 in Essen, ist Kinderbuchautor und ausgebildeter Schauspieler. Er hat das Schreiben für Kinder erst mit der Geburt seiner Tochter für sich entdeckt und lässt sich seitdem immer wieder aufs Neue vom eigenwilligen, fantasievollen Blick von Kindern auf die Welt überraschen und beflügeln. Wenn er etwas von ihrer Lebensfreude und Unverstelltheit in seinen Büchern wiederfindet, hat er das Gefühl, dem Wesentlichen ein Stück näher gekommen zu sein. Oliver Scherz lebt mit seiner Familie in Freiburg.
  • Leseprobe
    • Habbi bog vom Futterpfad ab in den Wald. Er hatte ein flaues Gefühl im Bauch. Nicht, weil er erneut auf dem Weg zum Ende der Welt war, sondern weil er fürchtete, dass er zu spät kam und der Wolf nicht mehr lebte. Ein wenig hatte Habbi gehofft, ihn beim Blick über die Kante beim Wasserfall wieder vor dem Felsblock liegen zu sehen. Der Wolf war aber nicht da. Nirgendwo schaute ein Fleckchen grau-schwarzes Fell zwischen den Steinen und Felsen am Ende des Geröllfelds hervor. Habbi kletterte die grasbewachsene Rinne hinab. Dann folgte er dem Geruch der Spur, die der Wolf am Tag zuvor hinterlassen hatte. Sie führte zur anderen Seite des Sees und dort einen kleinen Hügel zu einer Höhle hinauf. Jetzt wurde Habbi vorsichtiger. Immer wieder stellte er sich auf die Hinterbeine, um möglichst schon von weitem in die Höhle spähen zu können. Den Wolf entdeckte er erst, als er kurz vor dem Höhleneingang stand. Nur das Funkeln der grünen Augen war in der Dunkelheit zu sehen. So tief war der Wolf in die Höhle gekrochen, um nicht gefunden zu werden. Habbi quiekte zur Begrüßung und vor Erleichterung darüber, dass der Wolf noch lebte. „Ich hab dir was mitgebracht!“, rief er aus sicherer Entfernung und leerte sofort seine Backentaschen. „Guck mal! Hier! Das ist ein unterirdischer Pilz! Willst du mal probieren?“ Der Wolf antwortete nicht und Habbi schob den Pilz eilig zwischen die Zähne. „Man kann auch damit knirschen.“ Er knirschte ein bisschen auf dem Pilz herum. „Jetzt noch eine Beere dazu … dann kriegt man Süßmatsch! Mach ich immer so.“ Habbi schmatzte laut und hoffte, dass dem Wolf das Wasser im Maul zusammenlief wie ihm selbst. Dann schaute er erschrocken auf das kleine Futterhäufchen vor seinen Füßen. Es sah ohnehin schon mickrig aus, wenn man den Hunger eines Wolfs bedachte, und nun war es auch noch um einen Pilz und eine Beere geschrumpft. Habbi hob verlegen eine Nuss in die Höhe. Er wollte lieber nicht darüber nachdenken, dass Wolfszähne für ganz andere Dinge gemacht waren als fürs Knacken einer Nuss. „Soll … soll ich sie dir knacken?“, fragte Habbi und nagte sofort an der harten Schale. „Ich brauche kein Fressen mehr …“, knurrte der Wolf fast unhörbar und schielte auf sein Bein. „Das glaube ich aber doch!“, rief Habbi. „Nein. Was ist schon ein Wolf, der nicht mehr jagen kann. Ein Wolf auf drei Beinen ist nichts wert. Kein Rudel braucht ihn. Die Rehe schauen von oben auf ihn herab. Der Wald lacht über ihn.“ Der Wolf schüttelte den Kopf. „Keinen Hasen kann ich mehr fangen, keine Ratte, keine Maus, keinen einzigen Nager.“ Habbi hörte augenblicklich auf, an der Nussschale zu nagen und der Wolf stockte. Für einen Moment schienen beide das gleiche zu denken: Ein Erdhörnchen, das wie Mäuse und Ratten auf dem Speiseplan der Wölfe stand, hatte nichts in Reichweite eines Wolfs zu suchen. Erst recht sollte es keine Nuss für ihn knacken. Alles daran war verrückt und falsch und konnte niemals gutgehen. Habbi hätte zurückspringen und fliehen können, vielleicht hätte er es sogar tun müssen. „Hast du einen Namen?“, fragte er stattdessen. Der Wolf schaute ins Licht, das von außen in die Höhle drang, und seine Augen leuchteten kurz auf. „Yaruk“, raunte er mit Blick in die Ferne, als hätte er diesen Namen einmal mit Stolz und Freude getragen. Habbi atmete auf. Ein Wolf mit einem Namen kam ihm gleich weniger furchterregend vor. „Ich bin Habbi.“ Mit ein paar schnellen Bissen knackte er die Nuss zu Ende und rollte sie Yaruk zu. „Ich lass dich nicht verhungern, weil ich das auf keinen Fall will. Ich mag W&#2
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