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Der lange Marsch zum Neoliberalismus

Vom Roten Wien zum freien Markt - Popper und Hayek im Diskurs
ISBN/EAN: 9783899651454
Umbreit-Nr.: 1013810

Sprache: Deutsch
Umfang: 432 S.
Format in cm: 3.3 x 22.7 x 15.5
Einband: kartoniertes Buch

Erschienen am 15.10.2005
Auflage: 1/2005
€ 34,80
(inklusive MwSt.)
Nicht lieferbar
  • Zusatztext
    • Der Neoliberalismus hat die These vom angeblichen Ende der Ideologien eindrucksvoll widerlegt. Aber wie ist seine Wirkmächtigkeit zu erklären? Das Buch von Jürgen Nordmann ist ein weiterer Baustein in der Forschung über die Entstehung, Entwicklung und Durchsetzung des Neoliberalismus sowie als politisches Projekt. Aber wie konnte die lange Zeit randständige Gruppe neoliberaler Ökonomen um Hayek Mitte der 1970er Jahre als Gewinner aus der Krise des Keynesianismus (und des Sozialismus) hervorgehen? Nordmann entwickelt gegenüber verschwörungstheoretischen Erklärungen einen theoretisch sehr viel differenzierteren Ansatz. Er untersucht liberale Denkbewegungen bis zum Vorabend der Wende und beschreibt die Formierung neuer, um politischen Einfluss ringender Intellektuellenlager. Im Zentrum steht die Beziehung zwischen Hayek und Popper, von der gemeinsamen Herkunft aus dem "Roten Wien" der 1920er Jahre, der Kontroverse zwischen "Kritischem Rationalismus" und "Frankfurter Schule". Diese Philosophie war schon im keynesianischen Zeitalter erfolgreich und mithin ein Türöffner des radikalen Neoliberalismus. Der Ertrag von Nordmanns Studie besteht im Nachweis einer Verengung und Vereinseitigung innerliberaler Diskurse. Insbesondere in der Frage des Staatsinterventionismus gelang es, den Keynesianismus weitestgehend von der liberalen Landkarte zu verbannen und als "sozialistisch" zu stigmatisieren. Die Radikalisierung des Liberalismus zum Neoliberalismus schloss damit jegliche Dritte Wege innerhalb des bürgerlichen Lagers aus.
  • Kurztext
    • Eine fundierte Studie über Popper und Hayek in der Entwicklung von "Wittgensteins Wien" bis zum Neoliberalismus.
  • Autorenportrait
    • Jürgen Nordmann, geb. 1968, Politikwissenschaftler und Publizist in Kaiserslautern. Wissenschaftliche Veröffentlichungen zu den Themenfeldern "Wirtschaftspolitische Strategien im zweiten Weltkrieg", "Rechtsliberale Intellektuellengruppen" und "Poppers Demokratieverständnis".