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Die Herren von Winterfell

Das Lied von Eis und Feuer 1
ISBN/EAN: 9783442267743
Umbreit-Nr.: 1930869

Sprache: Deutsch
Umfang: 573 S.
Format in cm: 4.8 x 21.5 x 13.5
Einband: Englische Broschur

Erschienen am 14.12.2010
€ 16,00
(inklusive MwSt.)
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  • Autorenportrait
    • George Raymond Richard Martin wurde 1948 in New Jersey geboren. Sein Bestseller-Epos »Das Lied von Eis und Feuer« wurde als die vielfach ausgezeichnete Fernsehserie »Game of Thrones« verfilmt. George R.R. Martin wurde u.a. sechsmal der Hugo Award, zweimal der Nebula Award, dreimal der World Fantasy Award (u.a. für sein Lebenswerk und besondere Verdienste um die Fantasy) und dreimal der Locus Poll Award verliehen. 2013 errang er den ersten Platz beim Deutschen Phantastik Preis für den Besten Internationalen Roman. Er lebt heute mit seiner Frau in New Mexico.
  • Leseprobe
    • ??Wir sollten umkehren?, dr?te Gared, als es im Wald um sie zu dunkeln begann. ?Die Wildlinge sind tot.? ?Machen euch die Toten Angst??, fragte Ser Weymar Rois mit nur dem Anflug eines L?elns. Gared lie?sich darauf nicht ein. Er war ein alter Mann, ?ber f?nfzig, und junge Lords hatte er schon so manchen kommen und gehen sehen. ?Tot ist tot?, sagte er. ?Die Toten sind nicht unsere Sache.? ?Sind sie denn tot??, fragte Rois leise. ?Welchen Beweis haben wir?? ?Will hat sie gesehen?, sagte Gared. ?Wenn er sagt, dass sie tot sind, dann ist mir das Beweis genug.? Will hatte es gewusst. Fr?her oder sp?r w?rde man ihn in den Streit hineinziehen. ?Meine Mutter hat mich gelehrt, dass Tote keine Lieder singen?, warf er ein. ?Das hat meine Amme auch gesagt?, erwiderte Rois. ?Glaub nie etwas, das du an der Zitze einer Frau h?rst. Selbst von den Toten kann man etwas lernen.? Seine Stimme hallte nach, zu laut im d?rigen Wald. ?Wir haben noch einen langen Ritt vor uns?, erkl?e Gared. ?Acht Tage, vielleicht neun. Und es wird Nacht.? Unbeeindruckt sah Ser Weymar Rois zum Himmel auf. ?Das wird es jeden Tag um diese Zeit. Beraubt dich die Dunkelheit deiner Manneskraft, Gared?? Will konnte den angespannten Zug um Gareds Mund erkennen, den kaum unterdr?ckten Zorn in seinen Augen unter der dicken, schwarzen Kapuze seines Umhangs. Gared geh?rte seit vierzig Jahren der Nachtwache an, als Mann und schon als Junge, und er war es nicht gewohnt, dass man sich ?ber ihn lustig machte. Doch es war mehr als das. Hinter dem verletzten Stolz bemerkte Will noch etwas anderes bei diesem alten Mann. Man konnte es wittern, eine nerv?se Anspannung, die der Angst gef?lich nahe kam. Will teilte sein Unbehagen. Vier Jahre war er auf der Mauer. Als man ihn zum ersten Mal auf die andere Seite geschickt hatte, waren ihm all die alten Geschichten wieder eingefallen, und fast war ihm das Herz in die Hose gerutscht. Sp?r hatte er dar?ber gelacht. Inzwischen war er ein Veteran, hatte hundert Patrouillen hinter sich, und die endlose, finstere Wildnis, welche die S?dl?er den Verfluchten Wald nannten, konnte ihn nicht mehr schrecken. Bis zum heutigen Abend. Heute war irgendetwas anders. Eine Sch?e lag in dieser Finsternis, bei der sich ihm die Nackenhaare str?ten. Neun Tage waren sie geritten, nach Norden und Nordwesten und dann wieder nach Norden, hart auf den Fersen einer Bande von Pl?nderern. Jeder Tag war schlimmer als der Tag zuvor gewesen. Heute war der schlimmste von allen. Kalter Wind wehte von Norden her und lie?die B?e rascheln, als w?n sie lebendig. Den ganzen Tag schon schien es Will, als w?rden sie beobachtet, von etwas Kaltem, Unerbittlichem. Auch Gared hatte es gesp?rt. Will wollte nichts lieber als schnellstm?glich zur?ck in den Schutz der Mauer reiten, nur war das nichts, was man seinem Vorgesetzten anvertraute. Besonders nicht einem Vorgesetzten wie diesem. Ser Weymar Rois war der j?ngste Sohn eines alten Geschlechts mit allzu vielen Erben. Er war ein h?bscher Junge von achtzehn Jahren, mit grauen Augen, anmutig und schlank wie eine Klinge. Auf seinem m?tigen, schwarzen Streitross ragte der Ritter ?ber Will und Gared mit ihren kleineren Kleppern hoch auf. Er trug schwarze Lederstiefel, schwarze Wollhosen, schwarze Hirschlederhandschuhe und ein feines, geschmeidiges Hemd aus schimmernden, schwarzen Ketten ?ber Schichten von schwarzer Wolle und geh?etem Leder. Ser Weymar geh?rte noch kein halbes Jahr zu den Br?dern der Nachtwache, doch konnte niemand behaupten, er h?e sich auf seine Berufung nicht vorbereitet. Zumindest was seine Garderobe anging. Sein Umhang war die Kr?nung. Zobel, dick und schwarz und weich wie die S?nde. ?Ich wette, die hat er alle eigenh?ig gemeuchelt, der Mann?, hatte Gared in der Kaserne beim Wein erkl?, ?hat den kleinen Biestern die H?e umgedreht, unser gro?r Krieger.? Alle hatten in sein Lachen mit eingestimmt. Es f?t schwer, Befehle von einem Mann anzunehmen, ?ber den man lachen musste, wenn ma
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